Unterschied zwischen FDM, FVM und FVM

Hinweis: Dieser Artikel ist unsauber und unvollständig. Er wird bei Gegebenheit ergänzt.

Dieser Artikel versucht daher die wichtigsten Unterschiede zwischen den drei Verfahren herauszuarbeiten FDM, FVM und FEM herauszuarbeiten, ohne dabei allzu tief in mathematische Beweise zu gehen.

Wenn man im Internet den Unterschied zwischen der Finiten Differenzen, der Finiten Volumen und der Finiten Elemente Methode besucht bekommt man viele entweder sehr komplizierte oder unvollständige Erklärungen. Ich hatte – bevor ich dieses Thema schwerpunktmäßig studiert habe – nach einfachen Erklärungen gesucht gehabt diese aber nicht gefunden.

Grundlagen

Hier wird die FDM, FVM und FEM anhand der quasistatischen Kontinuumsmechanik für kleine Verformungen erläutert. Im Grundprinzip kann man alle 3 Methoden aber auch für Strömungsmechanik, Lösung thermischer Probleme, etc. aufstellen!

Impulserhaltung

Für die lokale Impulserhaltung gilt

\textrm{(1)} \quad\quad \rho \dot{v} = \rho \vec{b} + \textrm{div}(\sigma) ,

dabei ist \rho = \rho(\vec{x}, t) die Dichte, \dot{\vec{v}} = \ddot{\vec{x}}(\vec{x},t) die substantielle Zeitableitung der Euler’schen Geschwindigkeit, \vec{b} die Volumenkraftdichte und \sigma der Spannungstensor.
Ohne Massenkraftdichten und für den Sonderfall der Statik und ohne und näherungsweise für die Quasistatik ergibt sich:

\textrm{(2)} \quad\quad \vec{0} = \textrm{div}(\sigma)

Für den hyperelastischen Fall, dass der Steifigkeitstensor symmetrisch ist C^\intercal = C und der Verzerrungsverschiebungsrelation für kleine Verformungen \varepsilon = \frac{1}{2} \left(grad(\vec{u}) + grad(\vec{u})^T\right)

\textrm{(3)} \quad\quad \vec{0} = \textrm{div}(C:\textrm{sym}(\textrm{grad}(\vec{u}))) ,

wobei der Operator : als lineare Abbildung im Sinne von C_{ijkl} \sigma_{kl}~ zu verstehen ist.
Für Dirichlet-RB gilt: u = u_{\Gamma} für x \in \Gamma

Für Neumann-RB gilt: \textrm{sym}(\textrm{grad}(\vec{u})) = C^{-1}:\sigma_{\Gamma} für x \in \Gamma

Mit \Gamma_D \cup \Gamma_N \subset \delta V wobei \delta V der Rand des zu untersuchenden Gebietes V ist.

Materialgesetz

Das einfachste Gesetz ist das isotrope Hooke’schen Gesetz \sigma = 2\mu \varepsilon + \lambda sp(\varepsilon).

FDM

Die Finite Differenzen Methode ist die am einfachsten zu implementierende Methode und lässt sich leicht per Hand nachrechnen. Die Diskretisierung, das heißt die Aufteilung des zu untersuchenden Raumes gestaltet sich hier am einfachsten. Man teilt den Raum in eine diskrete Anzahl von Punkten ein. Um die numerische Genauigkeit zu wahren gibt es hierbei zu beachten, dass sich der Abstand zwischen zwei Punkten von Punkt zu Punkt um nicht mehr als 15% verändert. Ansonsten ist man recht frei.

Nun wertet man direkt die Gleichung (3) aus. Die Ableitungen werden hierbei numerisch dargestellt das Euler-Verfahren, die Mittelpunktsregel oder gar Terme höherer Ordnung.

So gibt sich für die Kontinuumsmechanik zum Beispiel ein FDM-Verfahren in 1D mit dem isotropen Hooke nach der Mittelpunktsregel zu

\textrm{(4)} \quad\quad 0 = E \frac{\partial^2 u}{\partial x^2} \\ 0 = E \frac{ u_{i+1} - 2 u_{i} + u_{i-1} }{ (\Delta x)^2 } ,

mit u_i = u(x_i)~ und der Schrittweite \Delta x.

Man erhält dann aus Gleichung 4 ein lineares Gleichungssystem in dem man für jeden freien Knoten eine Gleichung erhält. Zusammen mit den Randbedingungen (z.B. eine Dirichlet-RB u_0 = 1 oder einer Neumann-RB \sigma_1 = \sigma_{RB} \Rightarrow \frac{u_1 - u_0}{\Delta x} = \frac{\sigma_{RB}}{E}.

Anmerkung 1: Für die Strömungslehre ist es wichtig die Bewegungsrichtung des Fluids zu kennen um ein Aufwärtsverfahren zu machen, das heißt, dass man die Differenz immer vom aktuellen Punkt zum Punkt von wo die Strömung herkommt berechnet.

Anmerkung 2: Gerade in der Strömungslehre betrachtet man i. d. R. keine quasistatischen Strömungen. Dementsprechend muss die Gleichung angepasst werden.

FVM

Grundlage der Finiten Volumen Methode ist wieder Gleichung (1). Hierbei wird nun jedoch über die Erhaltungsgleichung integriert und der Satz von Gauß angewendet.

\textrm{(5)} \quad\quad \int_V \rho \dot{v} ~\textrm{d}V = \int_V \rho \vec{b} ~\textrm{d}V + \int_{\delta V} \sigma ~\textrm{d}A
,

Der Vorteil ist: die Impulsgleichung wird für jedes Kontrollvolumen erfüllt und damit – sofern die Kontrollvolumen korrekt definiert sind, d.h. ohne Hohlräume, Überschneidungen etc, ist die Impulsbilanz, Massenbilanz und Energiebilanz für das gesamte Gebiet erfüllt.

Für die FVM muss das gebiet wieder diskretisiert werden. Dabei wird die Funktionswerte immer für die Zellmittelpunkte ausgewertet und abgespeichert. Anschließend muss mit 3 Approximationen gerechnet werden:

  1. Interpolation der Ströme (für Fluidmechanik), hier zum Beispiel muss man entscheiden wie der Strom der nach Osten aus einem Volumen abfließt berechnet wird
  2. Diskretisierung der Differentialoperatoren, analog zur FDM
  3. Approximation der Oberflächenintegrale, d.h. am einfachsten eine Multiplikation einer konstanten mittleren Größe mit der entsprechenden Oberfläche,oder auch kompliziertere Vorgehen
  4. Approximation der Volumenintegrale, analog zur Approximation der Oberflächenintegrale

FEM

Grundlage für die FEM ist wieder die Gleichung (1). Diese Darstellung wird auch als starke Form der Impulsgleichung bezeichnet. Die FEM basiert auf der schwachen Form. Diese erhält man, indem man Gleichung (1) mit einer vektoriellen Funktion v multipliziert und anschließend integriert. Diese Funktion v heißt Testfunktion. Wir nennen das Elementgebiet nun \Omega umd Verwechslungen mit der Geschwindigkeit und der Testfunktion zu vermeiden.

Der entscheidende Vorteil der FEM gegenüber der FVM ist folgendes:

  1.  Die Ansprüche an die Verschiebungsfunktion werden reduziert. Sie muss nur einmal differenzierbar sein und nicht zweimal. Dadurch lässt sich ein größeres Spektrum an Problemen bearbeiten
  2. Die Elemente können fast beliebige Formen annehmen. Durch isoparametrische Elemente können fast beliebige Elementformen dargestellt werden.

Dann ergibt sich die schwache Form nach einigem umformen zu

\textrm{(6)} \quad\quad \vec{0} = \int_{\partial\Omega}{{C:\textrm{grad}(\vec{u})\vec{v}}\cdot ~\text{d}\vec{a}- \int_{\Omega}{\textrm{grad}(\vec{u})\cdot C: \textrm{grad}(\vec{v})}~\text{d}v}+\int_{\Omega}{\rho\vec{b}\cdot\vec{v}~\text{d}v}. ,

Anschließend legt man fest, dass die Verschiebung u in jedem Element als Summe von Ansatzfunktionen darzustellen ist. Diese Ansatzfunktionen wählt man für gewöhnlich aus dem selben Raum wie die Testfunktion und erhält damit die Galerkin-FEM

Es gilt also im eindimensionalen Fall für eine Interpolation N-ter Ordnung

\textrm{(7)} u(x) = \sum_{i=1}^N {u_i p_i(x) } ,

wobei u_i = u(x_i) diskrete Werte sind und p_i das Lagrange’sche Interpolationspolynom ist, das am i-ten Knoten 1 ist und p'_i seine Ableitung.
Man wählt nun v(x) = p_j(x) und es ergibt sich im 1D-Fall für die Steifigkeit c

für die rechte Seite für jedes Element

\textrm{(8)} \sum_{i=1}^N u_i \int_{\Omega} p'_i(x) p'_j(x) \textrm{d}x + \sum_{i=1}^N { u_i \int_{\Omega} c p_i(x) p_j(x) \textrm{d}x } ,

und für die linke Seite analog

\textrm{(9)} \sum_{i=1}^N \int_{\Omega} \rho b_i p_j(x) \textrm{d}x ,

Es ergibt sich dann für alle Elemente zusammen ein lineares Gleichungssystem bestehend aus Steifigkeitsmatrix, Verschiebungsvektor und rechter Seite:

\textrm{(10)} K u = f \\ K_ij = \int_{\Omega} p'_i(x) p'_j(x) \textrm{d}x + \int_{\Omega} {c p_i(x) p_j(x) \textrm{d}x } \\ f_i = \int_{\Omega} f(x) \textrm{d}x ,

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Gepäckträger für Hinterradschwinge

Wenn man ein Fahrrad mit federdämpfergelagertem Hinterrad (ein „fully suspended MTB“) hat, wie zum Beispiel das Cannondale Rush 29 Zoll, und einen Gepäckträger möchte, ist man in der Gepäckträgerauswahl sehr eingeschränkt. Man hat die folgenden Optionen

  1. Gepäckträger an Sattelstütze: Einfach zu montieren, aber nur sehr gering belastbar, maximal 10 kg. Aufgrund der enormen Biegebelastung durch den großen Winkel ist auch hier davon auszugehen, dass man diese Belastungsgrenze strikt einhalten sollte.
  2. Extrem teure Spezialanfertigungen wie den El burro für teure 230 €, der auf einem Gleitlager an der Hinterradachse sitzt und nach vorne über ein Gleitlager an der Sattelstütze abgestützt ist
  3. Man kauft sich einen normalen Standardgepäckträger für 20  – 50 € und modifiziert diesen ein bisschen mit Bauteilen aus dem Baumarkt für 12 €. Auf diese Option soll im folgenden eingegangen werden. Solche Gepäckträger haben in der Regel eine Limitierung von 25 kg. Allerdings geben viele Hersteller an, dass sie diese Limitierung nur aus rechtlichen Gründen so niedrig angeben, und dass sie den Gepäckträger für 40 kg ausgelegt hätten.

Modifizieren des Gepäckträgers für Hinterradschwinge

Die hier beschriebenen Modifikationen sind laut Hersteller nicht zugelassen. Jegliche Haftung für die hier beschriebenen Modifikationen schließe ich aus.

Ich habe mich für den Racktime Add-It Gepäckträger für 25 € mit Zusätzlicher Federklappe für 8 € entschieden, da dieser eine zusätzliche Querstrebe hat um Taschen tiefer einzuhängen, nicht allzu teuer war und einen Innenabstand hat der noch ein Schutzblech zulässt.

Das Cannondale Rush 29 Zoll hat leider gar keine vorgesehenen Gewinde oder ähnliches um irgendwelche zusätzliche Teile anzubringen. Daher habe ich mit folgenden Bauteilen von Hornbach vorlieb genommen:

  1. Doppelte Rohrschelle ⌀ 18 mm für 4,45
  2. Doppelte Rohrschelle ⌀ 22 mm für 4,45
  3. 2 x M5 x 35 mm Schraube
  4. 8 x M5 Unterlegscheibe
  5. 4 x M5-selbstsichernde Mutter
  6.  1 Meter x 8 mm Rundstange für 2 €
  7. 2 x Drahtseilkemmen 6,5

Die Montage besteht aus folgenden Schritten:

  1. Man befreit die 18 mm-Stahlschellen von ihrem Verbindungsstück und bringt sie hinten an den Rahmen möglichst nah an das Gelenk an. An dieses schraubt man den Gepäckträger fest.
  2. Man sägt von der Rundstange 2 x 400 mm lange Stücke ab. Alternativ kann man sich für Racktime / Tubus auch für 4 Euro pro Stück 350 mm lange Streben bestellen. Diese Länge hätte in meinem Falle allerdings nicht ausgereicht und ist mir zu teuer.
  3. Man befestigt die 22 mm-Stahlschellen am Rahmen so weit wie möglich vorne (am selben Rahmenteil wie die hinteren Schellen!) und nimmt hierbei keine Schraube sondern die Drahtseilklemmen
  4. Man presst die vorderen Schellen mit der Zange zusammen und kann hierdurch die Rundstange einschieben
  5. Man schraubt die Rundstange am Gepäckträger (wie vorgesehen fest) und zieht alles gut fest.
  6. Beim Festziehen darauf achten dass der Gepäckträger möglichst symmetrisch ist.

Das Resultat kann man auf folgenden Bildern sehen:

Belastungsprobe

Die Konstruktion hält eine Kurzzeitbelastung durch einen Menschen von 70 kg stand. Der Gepäckträger ist hierfür natürlich nicht ausgelegt.

Adams-Bashforth-Coefficients

Das Adam-Bashforth Verfahren ist ein mehrstufiges Zeitintegrationsverfahren mit

y(t_{n+1}) = y(t_n) + \Delta t \sum_{j=0}^m b_j f(t_{n-j},~y(t_{n-j}))

Dabei sind b_j die AB-Koeffizienten. Und f(t, y(t)) = \frac{\partial y}{\partial t}(t,y(t)). The AB-Coefficients can be calculated in the following way:

b_j = \frac{(-1)^j}{j!(m-j)!} \int_0^1 \prod_{i=0,i\neq j}^{m} (v+i) \text{d}v

 Table of Adams-Bashforth-Coefficients up to order 10

The following table contains the resulting coefficients calculated with the formula mentioned above.

b_0 b_1 b_2 b_3 b_4 b_5 b_6 b_7 b_8 b_9 b_{10}
0. order 1
1. order 1.5 -0.5
2. order 1.9167 -1.3333 0.4167
3. order 2.2917 -2.4583 1.5417 -0.375
4. order 2.6403 -3.8528 3.6333 -1.7694 0.3486
5. order 2.9701 -5.5021 6.9319 -5.0681 1.9979 -0.3299
6. order 3.2857 -7.3956 11.6658 -11.3799 6.7318 -2.2234 0.3156
7. order 3.59 -9.5252 18.0545 -22.0278 17.3797 -8.6121 2.4452 -0.3042
8. order 3.8848 -11.8842 26.3108 -38.5404 38.0204 -25.1247 10.7015 -2.6632 0.2949
9. order 4.1718 -14.4669 36.642 -62.6463 74.1793 -61.2836 34.8074 -12.9943 2.8776 -0.287
10. order 4.452 -17.2688 49.2505 -96.2691 133.0191 -131.8914 93.6472 -46.617 15.4862 -3.0889 0.2802

The table can be downloaded as an excel file: AB-Coefficients.

Abaqus 6.14-5 & 2018 Free Form F90 F95 UMAT with GFortran compiler on Linux

Abaqus is usually configured to compile subroutines with the proprietary  Intel Fortran Compiler, which will either cost you a lot of money or access to a university license.

This is how you can get Abaqus 6.14-5 and 2018 to use the GFortran Compiler and to have GFortran interpret the code in the F90 Free form format.

This method was completely successfully tested on Debian Buster with Abaqus 6.14-5 and on Linux Mint 18 (based on Ubuntu 16.04) with Abaqus 2018. For testing on Abaqus 2016 on Debian Buster see the last section.

Locate your abaqus_v6.env file or for Abaqus2016 the lnx86_64.env. You can either use a default file in the directory where you installed Abaqus in, or a copy of a complete abaqus_v6.env (for both cases) in the directory in which you are executing Abaqus.

Change the following:

  1. From

    fortCmd = „ifort“ # <– Fortran compiler

    To

    fortCmd = „gfortran“

  2. From

    compile_fortran = [fortCmd,
    ‚-V‘,
    ‚-c‘, ‚-fPIC‘, ‚-auto‘, ‚-mP2OPT_hpo_vec_divbyzero=F‘, ‚-extend_source‘,
    ‚-fpp‘, ‚-WB‘, ‚-I%I‘]

    To

    compile_fortran = (fortCmd + “ -ffree-form -c -fPIC -I%I -extend_source -free“)

  3. From

    link_sl = [fortCmd,
    ‚-V‘,
    ‚-cxxlib‘, ‚-fPIC‘, ‚-threads‘, ‚-shared‘,‘-Wl,–add-needed‘,
    ‚%E‘, ‚-Wl,-soname,%U‘, ‚-o‘, ‚%U‘, ‚%F‘, ‚%A‘, ‚%L‘, ‚%B‘, ‚-parallel‘,
    ‚-Wl,-Bdynamic‘, ‚-shared-intel‘]

    To

    link_sl = (fortCmd +
    “ -gcc-version=%i -fPIC -shared “ +
    „%E -Wl,-soname,%U -o %U %F %A %L %B -Wl,-Bdynamic “ +
    “ -lifport -lifcoremt“)

Since Abaqus only accepts file extensions which do NOT imply a version of F90 or above, gfortran will automatically compile it as a nonfree F77 program, leeding to severe errors. The -ffree-form flag as used the second point is crucial to make it work.

You should be able to successfully run

abq6145 job=YourJOB user=YourUmat interactive

If you have a valid YourJOB.inp and a valid YourUmat.f

Abaqus 2016

The compiling works for Abaqus 2016 on Debian Buster as well, but with an error on linking.

End Compiling Abaqus/Standard User Subroutines
Begin Linking Abaqus/Standard User Subroutines
Abaqus Error: The Abaqus user subroutine library could not be found.

This might be due to a corruption of my Abaqus 2016 installation. Note: Abaqus 2016 has been installed on Debian Jessie and the test was now done with this installation taken over to Debian Buster. This might be an explanation for the error (even though the Abaqus 6.14-5 installation has endured the same procedure!).

Thanks to Saiwal and the GFortran Option Summary

Title image source: Hans

Kritik: Faust Theater Heidelberg

Dies ist eine Kritik an der Inszenierung von Faust am Theater Heidelberg unter der Regie von Philipp Preuss. Vom folgenden Stück wurde nur die erste Hälfte bis zur Pause gesehen. Die Kritik beschränkt sich daher auf diesen ersten Teil.

Ablauf des Stückes

Die hier folgende Schilderung kann Lücken haben, oder nicht exakt sein, da das aufmerksame Verfolgen des Stückes aufgrund der schlechten Inszenierung nur schwer möglich war.

Das Stück beginnt mit wirrem Wortgewisper und 4 hässlichen gebeugten Kreaturen mit Maske die anscheinend alle zusammen Faust darstellen sollen. Die Kreaturen kriechen und laufen in Langsamkeit vor geschlossenem Vorhang über den vorderen Teil der Bühne. Auf den Vorhang sind Bücherregale projiziert.. Die Fausts greifen sich nacheinander ein Mikrofon das auf dem Boden liegt und sagen ein Wort hinein, bevor sie es wieder fallen lassen. Das ganze Prozedere dauert 15 Minute lang. 15 Minuten in denen vielleicht insgesamt 10 Worte fallen. Hierbei reichen sich die Fausts auch gegenseitig das Mikrofon und der Regisseur musste dabei unerträglichen Slapstickhumor einbauen, sodass der eine Faust dem falschen Faust das Mikrofon reicht etc, und diese Fausts dann den Platz tauschen müssen – in unendlicher Langsamkeit. Dieser schlechte Witz wird solange wiederholt bis verzweifeltes Lachen aus dem Publikum zu hören ist, in der Hoffnung dass es dann weiter geht.

Das ganze endet endlich mit dem Selbstmordversuch der Fausts. Danach öffnet sich der Vorhang und ein fünfter Faust, auf einem Stuhle sitzend ist zu sehen. Dieser Faust nimmt recht schnell seine Maske ab und gibt sich als Mephisto zu erkennen. Mephisto ist dabei eine Frau, was an und für sich keine schlechte Idee ist. Es werden lieblos die wichtigsten Monologe von Mephisto abespult, und die 4 Fausts reden dabei mit.

Anschließend geht Mephisto wieder ab und es folgt eine weitere 15 Minuten Langeweilefolter. Bei dieser laufen die 4 Greise wieder in unendlicher Langsamkeit auf der Bühne auf und ab und sagen wenn sie vorne sind einen Satz, wobei man den letzten Satz aufgrund der unendlichen Langsamkeit schon wieder vergessen hat und dadurch kein wirkliches Theatererlebnis zustande kommt. Die Greise müssen dabei wieder unnötig unlustige Slapstickfiguren einlegen, was einem sehr an eine schlechte Adaptierung von Dinner for one erinnert. Es gibt eine Linie über die sie sich jedes mal schwer tun hinüber zu laufen. Nach einer Ewigkeit gehen alle Fausts außer einer ab.

Der letzte Faus hält einen Monolog bei welchem er vorgibt seinen Text nicht zu können und jeden einzelnen Satz suffliert bekommt. Auch dieses Element ist absolut unnötig und führt nur dazu, dass man überhaupt nicht aufnehmen kann was er sagt. Wenn man so ein Element des Durchbrechens der 4. Wand haben wollte, dann doch bitte in einem Stück dass den Zuschauer zuerst fesselt und entführt und ihn nicht in purer Langweile und Unbeeindrucktheit und Ausgeschlossenheit aus dem Stück immer weiter verfestigt.

Das ganze Trauerspiel endet wieder mit einem unheimlich schlechten Slapstick, bei dem der letzte Faust von der Bühne abgeht und dabei die Suffleuse auffordert ihm zu bedeuten in welche Richtung er muss. Das macht er nicht subtil einmal, sondern 5 mal damit auch der letzte Schnarchdepp im Publikum sieht „hier GUCK mal wie subversiv wir dieses Stück angehen, tihihihi“.

Anschließend kehrt Mephisto wieder. Es folgt eine Paktschließung zwischen den Fauts und Mephisto, bei denen sie sich aus unerklärlichem Grund die Hände rot einschmieren. Faust verwandelt sich nun in einen jungen Faust, was bedeutet dass er seine Maske abnimmt während der Vorhang mehrmals kurz geschlossen wird.

Anschließend folgt die Szene in der die 4 Fausts und Mephisto in einem Gasthaus sind um etwas zu trinken. Hier muss ein weiteres mal die Akzeptanz des Zuschauer für postmodernen Bullshit getestet werden. Geschlagene 7 Minuten passiert nichts, als dass die 5 Schauspieler auf der Bühne stehen, sich wie Pinguine im Kreis drehen, Schluckgeräusche machen und danach zwei mal hüpfen und ein wohliges „Ahhhh“ seufzen.

Während dieser Szene kam es zu mehreren Buhrufen und Aufforderungen den Unsinn zu beenden aus dem Publikum, (von echten Zuschauern und keinen Eingeweihten) und mindestens 10 Leute die am Rande saßen sind aufgestanden und haben das Theater verlassen. Leider saß ich in der Mitte und konnte deshalb nicht so einfach entfliehen.

Das Ganze wurde dann von einer nicht viel besseren Szene abgelöst in der die Schauspieler 2-3 Minuten lang grölten.

Anschließend trat Gretchen auf. Faust verliebt sich in sie und zieht sich dann um. Währenddessen singt Gretchen ein total unpassendes englisches Lied und singt viel länger als für das Umziehen eigentlich nötig gewesen wäre.

[Gedächtnislücke]

Man muss richtigerweise anmerken, dass ab dieser Stelle das Stück wesentlich erträglicher wurde.

Gretchen erhält zum zweiten Mal von Faust Schmuck und probiert ihn an. Bei dem Schmuckkästchen handelt es sich in der Inszenierung um einen Eimer mit schwarzem Schlamm, in das Gretchen die Hände taucht und sich mit den Fingern dann schwarze Linien malt als ob sie den Schmuck anzöge. Marthe rät ihr, diesmal der Mutter den Schmuck nicht zu zeigen, damit diese den Schmuck nicht wieder zur Beichte trägt, wo der Pfarrer ihn an sich nimmt.

Anschließend folgt eine Szene in der zwei Szenen überlagert sind und zugleich passieren:

  1. Faust ist mit Gretchen romantisch beisammen ist

  2. während Marthe, deren Mann verschollen ist, von 4 Mephistos besucht wird um ihr mitzuteilen, dass ihr Mann tot ist. Dabei wird sie sexuell angemacht und am Ende wird sie ermordet.

Die letzten beiden Elemente entsprechen nicht dem Buch, aber warum nicht. Die Ermordung der Marthe geschieht durch Genickbruch. Nachdem ihr Genick knirschend durch Halsumdrehen gebrochen wird, fährt es wieder knirschend in die Ausgangsposition zurück und sie wird erneut ermordet. Das war der einzige Teil des Stückes der ansatzweise witzig war, musste aber natürlich wieder zunichte gemacht werden, indem das Ganze so oft wiederholt wurde, bis selbst der dümmste Idiot, welcher dem Stück fast keine Aufmerksamkeit schenkt, merkt was passiert.

Es folgt eine Szene, in der Gretchen wie im Buch, kundtut, dass es ihr vor Mephisto graut. Anschließend sagt sie, dass sie es gerne hätte Faust nachts zu sehen, aber ihre Mutter nicht tief schliefe. Faust gibt ihr daraufhin ein Schlafmittel mit. Man sieht daraufhin wie ihre Mutter stirbt und auf der Bühne mit Eimern von Erde beerdigt wird, während Faust und Gretchen sehr lange Sex haben (damit auch der letzte Idiot kapiert was passiert). Währenddessen transformiert sich einer der Fausts in ihren Bruder und schreit Gretchen während dem Sex an. Ein anderer Faust, fängt dann an mit dem Bruder Sex zu haben, woraufhin der Bruder stirbt stirbt (im Buch wird er von Faust im Duell getötet, weil er Faust stellt). Er wird daraufhin von 3 Fausts beerdigt.

Die erste Hälfte endet damit, dass Gretchen sich Vorwürfe macht.

Das Theater war zu Beginn schon schlecht besucht, viele Leute gingen während der Vorführung und in der Pause ergriffen nochmals viele Leute die Flucht.

Fazit

In einer Gesellschaft in der es schwierig ist junge Leute für Theater zu begeistern, eine Gesellschaft in der selbst ein erschreckend hoher Anteil an Akademiker Privatfernsehverdummung der Kultur vorzieht, braucht es solche Inszenierungen wie unter der Regie von Philipp Preuss nicht.

Wir müssen Leute für das Theater begeistern und nicht ein Stück machen, dass in den Augen ihrer Realisierer „so erhaben“ ist, dass es niemand sehen will.

Ich habe nichts gegen Inszenierungen klassischer Stücke, die das Stück in modernen Zeiten spielen lassen, mit minimaler Dekoration.

Aber eine Inszenierung die nur zeigt „guck mal, ich hab modernes Theater studiert,und außerdem bin ich ein subversiver geiler Typ“, die einfach nur extrem schlechte Selbstaufgeilung des Regisseurs ist und gleichzeitig armselig versucht mit schlechten Slapstickelementen selbstironisch zu sein, was total unpassend ist, da sich das Stück selbst schon nicht ernst nimmt, eine solche Inszenierung brauchen wir nicht!

Wir brauchen keine Leute die meinen, dass sie besser als Goethe seien, das Stück von jeglichem Dialog entkernen und bis zur Unerkennbarkeit entstellen, sollen lieber bitte ihre eigenen Stücke schreiben die für Jahrhunderte lang relevant bleiben, anstatt klassische Literatur zu verhunsen.

Die Inszenierung ist ihr Geld nicht wert und eine Schande für das Theater Heidelberg.

Quelle des Titelbildes: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/07/Goethe%27s_Faust.jpeg

Texstudio and Texmaker crash on closing & refresh of internal pdf viewer on Debian Buster

Affected versions:

  • texstudio 2.11.2+debian-1 and 2.12.6+debian-2 (and probably any other version)
  • libsynctex1 2017.20170613.44572-8+b1

Affected OS: Debian Buster, 4.14.0-3-amd64 #1 SMP Debian 4.14.13-1 (2018-01-14) x86_64 GNU/Linux

How to reproduce: On closing the internal pdf viewer, be it manually by the user or be it by recompiling the document, the internal PDF-Viewer crashes.

Cause: This is caused by the synctex-package. But this problem cannot be solved by turning synctex of by changing the command to -synctex=0.

Solution: It can be resolved by doing a downgrade:

aptitude -t stable install libsynctex1

which will install the version 2016.20160513.41080.dfsg-2 You might have some struggle to resolve downgrade conflicts.

Note: Since nobody has really reported this particular bug and because of laziness, I put this little guidance here to maybe help somebody who is desperately searching for help.

Source of title image: TexStudio Twitter

The not so remarkable e-paper tablet

If you want a device with an e-paper display that is capable of taking notes with a stylus, your choices are very limited. In fact there is currently only one device available on the market: The Remarkable Tablet. Launched as a crowd funding project in 2017, the Remarkable was first shipped in September of the same year and is now available on regular order for the main market.

The advantages of such a device are obvious: Not only can you have tons of “papers” on it but also you can take notes and have them with you all the time in a very structured manner. All this with – IN THEORY – very long battery battery thanks to the low power consumption of the electronic paper screen. Such a screen only consumes energy when its content changes. The device was available for 400$ including a cover and the stylus on kickstarter and now ships for $ 636.

The developer have done a good job on the hard and firmware of the tablet with one small exception. But merits first: The device reacts very quickly on the stylus input. This means that there is very little delay between the stylus movement on screen and the trajectory being tracedon the screen. The screen is matte, looks very nice and is very easy to read, just like paper. The stylus’s tips have a limited durability. This means that the tip gets worn during use. This is a design choice which is supposed to assure a pencil-paper like feeling on the matte screen, which actually holds true. The only problem is: the pencil tip is way too soft. It wears off too quickly. Remarkable claims that the tips have a durability between 3 and seven weeks. This is not true. For me a tip is worn after only two weeks. The Remarkable comes with 9 spare tips. The price for 8 extra spare tips is ridiculously high with 8 tips at € 12 plus € 15 DHL express delivery from China as the sole shipping option. Luckily a normal Wacom stylus for “normal screens” which has no intention of mimicking pencil-paper-haptics does work on the remarkable, too. I only have to test wether using such a durable pencil scratches the screen or not.

A lack of pioneering spirit is the reason why the screen is only black and white. There are already e-paper screens that are completely in color. These are prototypes and are too expensive and shaky for the mass markets. The German MediaMarktSaturn Retail Group has implemented black-white and red e-paper price tags in almost all their stores realizing the wet dreams of economists to have perfect price discrimination in stores without even having to send an employee to change the price tag but just having an algorithm change the prices in store on a very well calculated basis. This means that red black and white e-paper-screens are available for mass market production at cheap prices, raising the question why Remarkable did not implement this screen and thereby missing the pioneer role of being the first E-book reader with red black white screens. Only having a grey and black pencil option signficantly reduces the usability of the tablet for note-taking. Having scales of red added would ncrease the usability enormously.

The software of the tablet is sometimes outstandingly bad. The system is a closed access GNU/Linux distrubtion. That means allthough you run a free and open base system, they don’t release the source code of the user interface or instructions on how to unlock the bootloader to be able to modifiy the system as you like. This wouldn’t be too bad if anybody at the company had at least a minimum of interest in the improvement of the software and there were updates available which add new necessary features or remove bugs. But no. There has not been a single update for the system since the first release, 2 months ago. The Remarkable has an integrated WiFi-antenna. You can connect the tablet to a WiFi network to sync it with the proprietary network storage of the company (which of course doesn’t work properly, almost rendering the tablet useless) and to get updates (which don’t exist). Unfortunately you can only connect to WPA2 PSK and WEP networks (those networks setup by individuals for private usage with a pre-shared key) but not with WPA2 enterprise networks, because the poorly designed user interface only allows the input of a password but not a username + password as required for the latter.

Another problem is the sleep mode of the remarkable. When you press the power button briefly, the remarkable goes into sleep mode but here again bad design: It wakes up from sleep mode by pressing any button, making sleeping mode completely useless because it is also deactivated by pressing the buttons on the front screen which is easily done during transportation, meaning that your Remarkable will be woken up randomly thus draining the battery. Because of the poor implementation of the sleep mode you must always shut your remarkable down when you stop using it and boot it up if you need it, otherwise you’ll find yourself out of battery very quickliy. Luckily the booting process is very quick (10s) and allows you to use your tablet almost instantly.

Update May 2018: The problem with the sleep mode is now fixed. The tablet wakes its middle deep sleep mode only when you push the power button. The sleep mode implementation is much better and the battery lasts much longer (no it’s really only every 2 – 3 weeks that I have to charge the tablet, when using it seldomly).

Summary

Would I buy it again? No I would probably not. The still closed system and the way the tips wear out are two factors which make the tablet a pain in the ass, even though I think it is a very necessary tool to keep my papers structured and always available.